Arbeitsplätze schaffen und eine nachhaltige lokale Produktion unterstützen: Dieses Potential haben offene Werkstätten (FabLabs), die für jedermann offen zugänglich sind und einen niedrigschwelligen Zugang zu Produktionsmaschinen ermöglichen. Mit einem Lasercutter zum Beispiel können verschiedene Materialien wie Holz, Plexiglas oder Leder auf Basis eines zuvor am Computer entwickelten Designs geschnitten oder graviert werden.

Aktuell wird in Hamburg an der Helmut-Schmidt-Universität ein Lasercutter unter einer Open Source Lizenz zusammengebaut. Wenn jemand die Maschine selbst anfertigt, versteht er die Maschine und ihre Funktionsweise besser und kann sie demnach auch in vielen Fällen selbst reparieren.

Daniele Ingrassia vom FabLab Kamp-Lintfort der Hochschule Rhein-Waal, Nordrhein-Westfalen hat einen Open Source Lasercutter entwickelt und baut diesen nun gemeinsam mit einer Gruppe tunesischer Studierenden in Hamburg zusammen, damit diese das Wissen und die Technologie nach Tunesien transferieren können.

Dr.-Ing. Tobias Redlich, Oberingenieur des Laboratorium Fertigungstechnik (LaFT), hat den vierwöchigen Workshop und den Besuch der Studierenden, finanziert durch die Arab-German Young Academy of Sciences and Humanities (AGYA) und die Helmut-Schmidt-Universität (HSU), organisiert. Die Zusammenarbeit der HSU mit der Ecole Nationale d‘ Ingénieurs de Tunis (ENIT) ist durch das Forschungsprojekt Twinning for Innovation entstanden, welches den Wissens- und Technologieaustausch als zentrales Prinzip der Open Source Bewegung adressiert hat.

   

Fotos: Beginn des OS Laser Cutter Workshops im OpenLab, Daniele Ingrassia mit den Studierenden der ENIT bei der Einführung

Bild: Dr. Helmi Ben Rejeb und Dr.-Ing. Tobias Redlich bei der Makers Republic in Tunis

Mehr zur Kooperation der ENIT mit der HSU ist hier zu finden: http://openlab-hamburg.de/2018/02/15/maker-in-tunis/

1.8.-31.8.18: Open Source Lasercutter Workshop